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Im Jahr 1996 wurde der Erlebnisspielplatz im Freiburger Stadtteil Unterwiehre von uns in Zusammenarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern aus dem Quartier erbaut. Im Zuge der Neubelegung ehemaliger Franzosenwohnungen waren an die 600 Kinder und Jugendliche unterschiedlichster Nationalität und Alters zugezogen. Initiiert und organisiert wurde dieses Projekt vom Spielmobil Freiburg. Seit dieser Zeit wurde der Spielplatz von uns im Rahmen der Quartierssozialarbeit regelmäßig betreut. Bei einer Bauaktion 2004 wurde der Spielplatz von den Kindern „Blaues Monster“ genannt. Von 2008 bis 2014 arbeiteten wir auf Grundlage des Konzeptes Spielmobil im Quartier. Seit 2014 wird der Spielplatz vom Jugendhilfswerk Freiburg (JHW) betreut.

Spielmobil im Quartier

Das Spielmobil engagierte sich im Rahmen der Quartierssozialarbeit „Westlich der Merzhauser Straße“. Unser Schwerpunkt waren offene Angebote im Freien für Kinder im Alter von 5-11 Jahren.
Unsere Arbeit teilte sich dabei in drei Schwerpunkte:

  • Betreuung des Erlebnisspielplatzes „Blaues Monster“
  • Spielaktionen im Quartier + Ferienangebote
  • Fördern und Begleiten von ehrenamtlichen Initiativen Unsere Arbeit war vernetzt mit den anderen Trägern der Kinder- und Jugendarbeit im Quartier (JHW und Tritta), der Quartierssozialarbeit und der Bewohnerinitiative „Unterwiehre International“. Dies reichte von der Absprache bis zu gemeinsamen Aktionen.

Erlebnisspielplatz „Blaues Monster“, der unvollendete Spielplatz

Der Erlebnisspielplatz wurde als „unvollendeter Spielplatz“ gebaut und wurde seitdem von uns betreut. Zunächst an zwei Nachmittagen die Woche. Seit 2008 „nur“ noch einmal die Woche und zu besonderen Angeboten. Im Vordergrund unserer Arbeit stand hierbei das Prinzip der Veränderbarkeit des Platzes. Er sollte aktiv von den Kindern gestaltet werden können und sich wandelnden Bedürfnissen anpassen. Die Beteiligung der Kinder an der Planung und Gestaltung der Spiel- und Erlebnisnachmittage sowie des Platzes an sich sollte die Kinder erleben lassen, dass Räume und Verhältnisse veränderbar sind.

In die Praxis eines offenen Angebotes mit wechselnden Kindern umzusetzen versuchten wir dies, indem es kein festgelegtes Programm für die Nachmittage gab. Kinder, die kamen, äußerten ihre Wünsche und wir versuchten dann diese im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten umzusetzen. Entweder sofort oder manchmal auch erst an kommenden Nachmittagen, da die Materialien noch nicht da waren.

Eine alternative Methode war die des Einbeziehens in die Tätigkeit Erwachsener. So fiengen die Mitarbeiter noch bevor Kinder da sind damit an Feuerholz zu machen, den Platz aufzuräumen oder zu schnitzen, was Kinder oftmals dazu anreget, sich an der Tätigkeit zu beteiligen.
Ergänzend zu den regelmäßigen Öffnungszeiten fanden ein bis zweimal im Jahr mehrtägige Bauaktionen statt, bei denen Elemente des Platzes renoviert oder neu gebaut werden. So wurde Pfingsten 2007 der Spielplatz gemeinsam mit den Kindern wieder neu gestaltet. Hierzu gibt es einen Bericht.

Spielaktionen im Quartier + Ferienangebote

Mit kleinen Spielaktionen in den Höfen des Quartiers erreichten wir Kinder, die nicht auf den Erlebnisspielplatz kommen wollen bzw. dürfen. Solche Aktionen direkt an den Wohnungen erleichterten es auch Erwachsene anzusprechen. Sie sollten das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern und boten die Möglichkeit eines niederschwelligen Kontaktes zur Quartierssozialarbeit.

Ziel war es in die Gestaltung dieser Aktionen zunehmend die Anwohner - Kinder und Erwachsene - mit einzubeziehen.

Ebenfalls an verschiedenen Plätzen im Quartier fanden Ferienaktionen statt. Diese wurden von uns gemeinsam mit den anderen Einrichtungen vorbereitet und durchgeführt. (Sommerferienauftakt 2008, Grafittiaktion 2010)

Fördern und Begleiten von ehrenamtlichem Engagement

Zentrales Anliegen der Quartierssozialarbeit ist es, Bewohner darin zu unterstützen, ihr direktes Lebensumfeld aktiv mit zu gestalten. Das Spielmobil förderte Initiativen, die eherenamtlich Angebote für Kinder gestalten. Dies ging von fachlicher Beratung über Bereitstellung von Materialien aus unserem Fundus bis zur personellen Unterstützung.
Auf diese Weise haben wir in den vergangenen Jahren die Kinderbücherei, Vorlesenachmittage und eine Spielgruppe unterstützt.

April 2014

Nach fast 20 Jahren kontinuierlicher Präsenz im Quartier "Westlich der Merzhauser Straße" verabschiedet sich das Spielmobil vom Erlebnisspielplatz "Blaues Monster". Das Jugendhilfswerk Freiburg (JHW) hat den Wagen und die Betreuung des Platzes übernommen.